Montag, 22. Juni 2009

Tasmanien

Von Melbourne aus bin ich dann gleich nach Tasmanien geflogen, eine Insel südlich von Melbourne die so groß ist wie Bayern. Dort hab ich dann einen Tag in Hobart verbracht. Hobart ist eine schöne kleine Hafenstadt, aber außer dem Hafen gab es sonst nicht viel zu sehen. Ich war dann noch in einem Museum wo die Geschichte und Tierwelt von Tasmaniens dargestellt wurde. Tasmanien hat die meisten Aboriginies "ausgerottet", war aber auch der erste Staat Australiens, der sich offiziell dafür entschuldigt hat. Zu Tasmaniens spezieller Tierwelt gehört u.a. der Tasmanische Tieger, der wahrscheinlich schon ausgestorben ist und für dessen Lebensbeweis eine hohe Geldsumme ausgesetzt ist und der Tasmanische Täufel, der auf Grund einer Mund-Krebsart vom aussterben bedroht ist.

Ein Tag später hab ich mich dann mit Angelika und Sascha getroffen. Das sind auch 2 Deutsche aus Konstanz, studieren aber beide in Heidelberg. Sascha studiert mit mir an der UTS und Angelika an der Macquarie University. Wir haben uns dann einen Campervan gemietet und sind dann gleich los. Unser erstes Ziel war Port Arthur, die größte Sträflingskolonie von Australien wo auch Jugendliche hinkamen! Dort waren wir dann zuerst in einem Museum und jeder hat zu Beginn eine Karte bekommen, auf der ein ehemaliger Sträflingsname stand, und dessen Geschichte verfolgte man dann. Ich war ein Schuhmacher und bin nach Tasmanien gekommen, der in England ein paar Häuser ausgeraubt habe. Seine Aufgabe war dort Schuhe für die Gouverneure Schuhe zu machen und als er ein paar Schuhe schwarz verkaufte, musste er 3 Monate in Ketten arbeiten.





Dann sind wir noch die Ruinen der Kolonie besichtigen gegangen. Aber uns kam es eher so vor, als ob die Sträflinge dort Urlaub gemacht haben, so schön die Landschaft dort war! Jodoch wirft das Massaker, bei dem 1996 35 Menschen gestorben sind, einen Schatten über das ganze!


Wir sind dann noch ein Stück die Ostküste hoch gefahren und haben unser Auto dann irgendwo abgestellt. Am nächsten Morgen haben wir dann festgestellt, das wir an einem wunderschönen Strand gecampt haben. Aufstehen und das Meer sehen, das hat schon was für sich :-)

Dann sind wir weiter zum Freycinet National Park, wo wir dann zur Wineglass Bay (die heißt so wegen der Form) gewandert sind, zuerst auf den Outlook, dann noch runter zum Strand! Wunderschöner weißer Sand!


Am nächsten Tag sind wir die Ostküste weiter hoch zur Bay of Fires gefahren, die so heißt wegen den roten Felsen. Und wieder - wunderschöner weißer Sandstrand! Leider fing es da dann schon an zu regnen und die Nächte sind dann richtig kalt geworden!

Am 3. Tag hatten wir gleich am Morgen eine Führung durch eine riesige Tropfsteinhöle gemacht und dann das Licht ausgeschaltet wurde, war es stock dunkel und an der Decke waren unzählige Glühwürmchen - sah aus wie ein Sternenhimmel!
Apropros Sternenhimmel! In Tasmanien ist die Nacht so klar, dass man soooo viele Sterne sieht! Was ihr von der Nordhalbkugel nicht sehen könnt ist das Southern Cross, das auch auf der australischen Flagge zu sehen ist. Erkennt ihr es?

Dann ging es weiter zum Cradle Mountain National Park der in der Mitte Tasmaniens liegt. Dort sind wir dann um einen See herum gewandert mit Sicht auf den Berg Cradle Mountain (der heißt so, weil der Berg auf der Spitze solche Zacken hat). In Tasmanien gehören übrigens 75% der National Parks zum World Heritage. Als wir den Nationalpark wieder verließen, hat es sogar angefangen zu schneien!


Am nächsten Tag sind wir dann in den Westen gefahren, wo es kalte Regenwälder gibt. Es soll dort wirklich fast jeden Tag im Jahr regnen - also bei uns hat es mal kaum NICHT geregnet. Dort haben wir dann eine Wanderungen zu den Montezuma Falls gemacht, wo man über eine riesig lange Hängebrücke laufen konnte. Da ist es einem dann schon etwas anders geworden, als man auf dem wackligen Ding die tiefe Schlucht überquert hat.


An der Westküste angekommen sind wir dann eine Sanddüne mitten im Wald raufgeklettert und standen dann plötzlich in einer Art Sahara, wo es dann wie auf Kommando anfing zu Stürmen und zu Regnen, so dass der feine Sand nachher wirklich überall an uns klebte! Am Abend haben wir dann in dem kleinen idyllischen Fischerdorf Strahan völlig durchnässt und halb erfroren eine heiße Schokolade getrunken.

An unserem letzten Tag mussten wir von der Westküste wieder zurück nach Hobart an der Ostküste fahren, wobei wir auf der Strecke immer wieder kurze Stopps eingelegt haben. Einer davon war der lake St. Claire, wo wir dann nochmals Schnee hatten.

Außerdem sind wir durch den Teil des Regenwaldes gelaufen, wo die Baumriesen stehen, die bis zu 90 Meter hoch werden! Das tolle an dem Regenwald hier ist, dass er so naturbelassen sogar fast ein bisschen verwildert ist! Man räumt keine umgefallene Bäume weg, so muss man sich hat mal ducken oder sich einen neuen Weg suchen!


Ein anderer Stop war bei den beeindruckenden Russel Falls.


War wirklich eine wunderschöne Reise - Tasmanien hat landschaftlich wirklich viel zu bieten! Wer aber unbedingt mal nach Tasmanien will, sollte dies doch lieber im australischen Sommer machen ;-)

Sonntag, 21. Juni 2009

Melbourne

In der Midsemester Break bin ich mit dem Zug über Nacht nach Melbourne gefahren, wo ich dann 5 Tage verbracht hab. Bin am nächsten Morgen angekommen und hab in einem Hostel gleich bei Victorias Market eingecheckt. Der Victoria Market ist ein riesen Markt, der jeden Tag außer montags und mittwochs ist. Dort kann man alles mögliche ganz billig kaufen. Klamotten, Schuhe, Souveniers, Essen,... Außerdem kann man auch so in Melbourne ziemlich gut und günstig shoppen, was ich dann natürlich auch ausgiebig gemacht habe :-)

Aber natürlich habe ich mir auch die Stadt angeschaut. Am 2. Tag bin ich einfach ein bisschen durch die Stadtmitte geschlendert. Melbourne ist echt eine schöne Stadt. Es gibt dort so schöne nette Cafés und Bars, wo man sich draußen einfach hinsetzen, unterhalten und etwas chillen kann. Das vermisse ich hier in Sydney ein bisschen. In Sydney verwandelt sich fast jede Bar und jeder Pup am Abend zu ner Disco mit lauter Musik, was es einem schwer macht, sich zu unterhalten.

Später bin ich dann durch die vielen Parks geschlendert. Voll schön, es stehen immer wieder alte Cottages zu Gouverneurs-Zeiten Mitten im Grün, die man auch besichtigen kann.
Ich hatte auch voll Glück mit dem Wetter, es war zwar nicht mehr so warm wie in Sydney, aber die Sonne hat gescheint. Eigentlich heißt es in Melbourne: "Wenn dir das Wetter nicht gefällt, dann warte 5 Minuten!" Es soll sich anscheinend echt so schnell immer verändern.

Am Abend bin ich dann entlang des Yarra Rivers spaziert. Bei Nacht hat mich Melbourne noch mehr beeindruckt und ich musste echt überlegen, welche Stadt mir besser gefällt, Melbourne oder Sydney. Aber eigentlich kann man die zwei Städte gar nicht miteinander vergleichen, weil sie so unterschiedlich sind und jede für sich wunderschön. Melbourne hat echt ihren eigenen Flair! Hier könnt ihr ein Bild sehen, das ich von der Dachterasse meines Hostels gemacht habe.
Am 3. Tag gings dann mit einer Gruppe entlang der Great Ocean Road. Wir haben immer wieder bei einsamen Stränden oder schönen Aussichtspunkten halt gemacht. Natürlich haben wir auch die Twelf Apostels angeschaut, wo uns der Guide dann erklärte, dass es noch nie 12 Felsen waren. Früher hat man den großen Fels "sow" und die kleinen "piglets" genannt, was soviel bedeutet wie: Die Muttersau mit ihren Ferkeln. Allein des Tourismus wegen hat man sie dann irgendwann umgenannt!
Das letzte Ziel war dann die London Bridge. Die Felsformation heißt so, weil sie der richtigen Londonbridge in ihrer Bauart ähnlich ist.



Am nächsten Tag habe ich dann einen Ausflug auf die Phillip Island gebucht. Auf dem Weg dorthin haben wir einen Stop im Streichelzoo gemacht. Für mich war es ein Super Erlebnis, die kleinen Wallabys und die Kanguruhs zu füttern und zu streicheln. Dort habe ich dann auch Tasmanian Devils, Dingos, Possum, Koalas und Wombats gesehengesehen. Dieses hier kratzt sich gerade seinen Rücken an dem Baumstamm ;-)
Und natürlich gab es auch das australische Emu, das die Mutigen von uns füttern durften. Man ist nämlich immer erschreckt, wenn die Emus mit ihrem Schnabel einem das Essen aus den Händen gepickt haben!
Auf der Phillip Island haben wir dann die Küste bewundert, wo es ganz entfernt auch Seelöwen gab, die man aber leider mit dem bloßen Auge nicht sehen konnte.




Pünktlich um halb 7 haben wir dann die kleinen Pinguine beobachtet, die von ihrer Essensjagd vom Ozean zurück kamen. Das war ein lustiges Spektakel. Die Pinguine, nicht größer als 30 cm, haben nämlich Angst alleine über den Strand zu watscheln, den sie überqueren müssen, um zu ihren Nestern zu gelangen. Ihre Angst ist aber total unbegründet, da ihre Feinde, die großen Vögel, in der Nacht gar nicht unterwegs sind. Das macht das ganze nur noch lustiger. So sammeln sich die Kleinen also im Wasser zusammen und gehen dann in einer Truppe ganz vorsichtig aus dem Wasser. Sobald aber einer Angst bekommt und wieder zurück ins Wasser rennt, laufen ihm die anderen gleich wieder hinterher. So zögert sich das Spektakel dann ungefähr eine halbe Stunde hin, bis dann ein Mutiger voraus läuft und ihm die anderen dicht auf den Fersen folgen!

An meinem letzten Tag in Melbourne bin ich dann mit 2 Schweizerinnen, die ich auf der Phillip Island Tour kennengelernt habe, noch auf den Aussichtsturm, um Melbourne von oben zu betrachten. Ich werde in meiner Zeit hier auf jeden Fall nochmals nach Melbourne fahren!

Dienstag, 31. März 2009

Unterwegs in Sydney

Damit ihr nicht denkt, dass ich nur mit Deutschen unterwegs bin, widme ich nun einen Abschnitt meinen nicht-deutschen Freunden.
Ich habe hier eine Australierin kennengelernt, deren Eltern ursprünglich aus Östereich kommen. Sie heißt Bianca und als sie noch ein Kind war, haben sie immer mit ihr Deutsch gesprochen. Und wenn sie deutsch redet, dann ist es fast perfekt mit einem kleinen, aber voll süßen österreichischen Akkzent! Mit ihr habe ich nun ausgemacht, mich einmal wöchentlich zu treffen, sofern es die Uni zulässt, und dann reden wir erst eine Weile Englisch und sie verbessert mich, wenn ich Fehler mache und anschließend eine Weile auf Deutsch, damit sie es nicht verlernt, da ihre Eltern mit ihr und ihren Geschwistern nur noch auf Englisch reden.

Aus meinen Vorlesungen kenn ich noch Mary, neben der ich meistens sitze und mit der ich mich auch bald mal treffen will und Colby, neben dem ich in einer anderen Vorlesung immer sitze und der mir mit dem ganzen Unizeugs etwas hilft.


Colby hatte letzte Woche Geburtstag und hat mich eingeladen, mit ihm und seinen Freunden was trinken zu gehen. Zuerst haben wir uns in der Warf Bar in Manly getroffen und sind dann mit der Fähre nach Circular Quay gefahren und sind dann noch ins Argyle gegangen, das ist eine Disco, wo man sich auch draußen auhalten kann. War richtig witztig und die waren alle auch voll nett zu mir! (mehr Bilder gibt's auch auf Facebook)



Außerdem kenn ich noch eine Holländerin, Maha, die entdeckt hat, dass ich eine Niete in der Küche bin (o.k. sie hat noch nicht meine Lasagne probiert ;-) ) und will mir jetzt das Kochen beibringen. Jetzt treff ich mich mit ihr also ab und zu zum kochen oder ins Kino. Mit ihr und anderen war ich auch auf dem Kurzfilm Festival, das Ende Febraur war, an dem wir bei schönstem Wetter im Park im Gras gesessen sind und gepicknickt haben. Da waren unglaublich viele Menschen und alle sind im Kreis um mehrere Bildschirme in der Mitte gesessen, auf denen dann die 10 min. Filme gezeigt wurden. Manche davon waren auch richtig witzig! Leider hatte ich da noch keinen eigenen Foto.
Gestern war ich mit Maha und noch 2 anderen Holländerinnen, Anna, Vanessa und Patricia unterwegs. Zuerst waren wir in der Oxfordstreet was essen und dann sind wir weiter gezogen. Nur leider hatten manche von uns FlipFlops an und dann sind wir in die meisten Clubs gar nicht rein gekommen und so sind wir zum Schluss dann im 3 wise monkeys gelandet, einem Pup, in dem noch ne Liveband spielt. War dann trotzdem ganz witzig, wobei die Australier ja von der Musik her ein paar Jahre hinterher sind ;-)

Unterwegs mit Anna

Ende Februar kam Anna nach Sydney. Sie macht dort ja ein Praktikum für 3 Monate. Bin richtig froh, dass sie da ist. Es ist wie ein Stück Heimat, das nach Sydney gekommen ist.
Haben bis jetzt jedes Wochenende etwas unternommen. Hab sie dann gleich mal am Freitag, nachdem sie angekommen ist, besucht. Bin dann mit dem Zug ca. 1 Stunde nach Liverpool gefahren und dann mit dem Bus weiter nach Chipping Norten. Als ich dann endlich ankam, musste ich feststellen, dass der letzte Bus zurück um 8 Uhr abends fährt und ich den schon verpasst habe. Also hab ich dann bei ihr übernachtet. Ist echt schade, dass sie so weit außerhalb wohnt.
Aber dafür hat sie auch schon einmal bei mir übernachtet (auf dem Sofa im Wohnzimmer), als wir mal länger bei Darling Harbour unterwegs waren. Da gibt’s richtig schöne Restaurants und Bars um die Bucht herum direkt am Wasser, richtig romantisch!
Als Anna bei mir übernachtet hat, waren wir auch zusammen Sushi essen. Das war richtig witzig. Wir saßen dort an einer Bar und um die Bar herum lief ein kleines Laufband, auf dem farbige Teller mit verschiedenen Sushi Sorten darauf waren. Jede Farbe hatte eine andere Preisklasse. Da konnte man sich dann einfach das vom Laufband nehmen, was einem zusagte und am Ende wurden einfach die Teller nach Farbe bzw. Preis zusammengerechnet und so wusste man, was zu bezahlen ist. Hab ich vorher noch nie gesehen.
Tagsüber machen wir meistens die Strände zusammen unsicher. Einmal waren wir zusammen mit zwei anderen Praktikanten und Patricia (eine Deutsche die an der Maquarie den Master macht und auch schon etwas älter ist, so wie ich ;-) und mit der ich öfters mal was unternehme) am Bondi Beach. Dort wird übrigens immer eine Sendung gedreht: Bondi Rescue, in der sie immer filmen, wie jemand gerettet wird. Hab das sogar mal live mitbekommen!
Ein anderes Mal waren wir mit der European Society (einer meiner Clubs) am Bronti Beach, wo es hinter dem Sandstrand eine Grasfläche mit BBQ Stellen gibt. Dort haben wir uns zuerst zum BBQ getroffen und haben uns hinterher noch am Strand gebräunt (Ja, jetzt endlich bin ich schön braun :-) )

Außerdem sind wir mal noch einen Tag lang in den Zoo gegangen. Da sind wir dann mit der Fähre nach Norden gefahren, von der man dann eine wunderschöne Sicht auf den Hafen, das Opera House, die Harbour Bridge und die Skyline hat. Weil der Zoo aber so riesig ist, haben uns da nur die Tiere angeschaut, die es bei uns im Zoo nicht gibt, Also Känguruh, Wallabies (die sehen so aus wie Känguruhs, nur kleiner), Wombats und Koalas (die bis zu 20h schlafen und den Rest, was vom Tag noch übrig bleibt, essen. Das ist doch ein schönes Leben ;-) ) Krokodile und andere Reptilien, Schlangen, Spinnen,...


Letztes WE waren wir zusammen mit den anderen 3 deutschen Praktikanten aus ihrer Firma in den Blue Mountains. Haben die Three Sisters (and their little Brother ;-) )(siehe Bild unten) angeschaut und sind dann einen Rundgang gewandert, der halb durch die dichten Wälder und halb oberhalb der steilen Felswände ging, von wo aus man eine atemberaubende Aussicht hatte. Und dann sind wir noch einen anderen Weg zu einem der vielen Wasserfällen gewandert. War echt ein schöner Tag. Aber am nächsten Tag hab ich dann schon meine Beine gespürt. In den Blue Mountains gibt's noch viele weitere schöne Wandermöglichkeiten, aber ich werde da bestimmt nochmals hinkommen. Hab ja noch 8 weitere Monate hier!

mein neues Zuhause

Jetzt wohne ich ja schon eine Weile im Millenium Tower direkt beim Darling Harbour. Die wunderschöne Aussicht, die saubere Wohnung und auch meine herzliche und aufgeweckte Vermieterin haben mich so beeindruckt, dass ich sofort zugesagt habe.

Ich wohne hier in einer 5er WG im 19. Stock in einem riesigen Wohnblock mit Wachmänner am Eingang. Die Wohnung besteht aus einem riesigen Wohnzimmer mit Sofa, riesigem Flatscrean TV, Esstisch und Balkon, einer Küche, einem Waschraum, 2 Schlafzimmer und 2 Badezimmer.

Mein Zimmer teile ich mit 2 Mädels, Elvi (30 Jahre, Indonesierin und auch die Vermieterin, arbeitet schon seit 5 Jahren in Sydney) und Sayaka (21, Japanerin, lernt hier englisch in einer Sprachschule). Elvi vermietet ihr Zimmer immer an 2 weitere Mädels, um Geld zu sparen, da die Mieten hier ja höllisch teuer sind. So hat sie wiederum mehr Geld für ihr Hobby - das Reisen. Gerade ist sie nämlich in Neuseeland für 2 Wochen.
Hier seht ihr mein Schlafzimmer, ganz links schlafe ich, dann Elvi, dann Sayaka. Den riesigen Spiegelschrank teilen wir uns.
Obwohl ich mein Zimmer mit 2 anderen teile, zahle ich trotzdem noch 140 AUD die Woche (ca. 300 EUR im Monat), was für Sydney jedoch sehr günstig ist.
Das andere Zimmer teilt sich das Indonesisches Päärchen, Kusuma (Sie) and Bian (Er), Freunde von Elvi.
Auf dem Bild seht ihr von links nach rechts: das Päärchen Bian and Kusuma, Elvi und Sayaka beim Lasagne Essen :-)

Zu Beginn konnte ich mit das ja auch nicht vorstellen, nicht mein eigenes Zimmer zu haben. Aber es funktioniert echt gut. Tagsüber bin ich meistens alleine in der Wohnung, und kann in Ruhe für die Uni arbeiten und wer abends für sich sein will, geht einfach ins Zimmer. Und wenn Sayaka mal schon früher schlafen geht und Elvi im Wohnzimmer noch fern schaut, und ich nach Deutschland telefonieren will, dann geh ich einfach auf den Balkon und mach die Türe zu! Das Wetter ist ja immernoch so schön, dass man Abends noch lässig draußen sitzen kann, ohne sich warm einpacken zu müssen.
Ich fühle mich echt sehr wohl hier. Habe auch schon Lasagne (das Einzige was ich gut kann!) für meine Mitbewohner gekocht. Und einmal war ich mit meinen Mitbewohnern und ihren Freunden Vietnamesisch Essen. Außerdem bin ich die einzige von den Internationals, die ich kenne, die keine unerwünschten Mitbewohner wie Kakalaken oder Spinnen hat!

Montag, 23. Februar 2009

Party Uni UTS

Ich hab in den letzten Tagen so einiges erlebt und komm jetzt endlich mal dazu alles nieder zu schreiben.

Letzte Woche war die Orientationweek an der UTS. Am Mittwoch haben sich die ganzen Societies und Clubs vorgestellt. Die meisten Clubs bestehen aus Mitgliedern mit gleichen Interessen und die treffen sich dann einfach unter der Woche mal und machen Party.
Andere Clubs heißen auch schon so offensichtlich, wie der Bier-Club oder Wein-Club, da trifft man sich abends und geht was trinken und beurteilt anschließend die verschiedenen Sorten. Oder der I love UTS-Club und der European-Club (die organisieren Partys und die Mitglieder bekommen dann Vergünstigungen beim Alkohol) u.s.w.
Auf jeden Fall bin ich jetzt im European-Club ;-) im Volleyball-Club, im Exposure-Club (so ne Art Photographie-Club, wo man "richtig" fotografieren lernt) und im Mission X-Club (Gesundheits- und Freizeitsport, also nicht zuuu anstrengend ;-) )

Außerdem hat die Uni hier im CityCampus eine richtige Bar, in der man sich nachmittags mal auf nen Kaffee treffen kann, oder eben abend sich abfüllen kann, und das tun die Australier hier, und wie!

Weiter zur Orientationweek gehörte ein BBQ (Barbeque), ne Cocktailparty, auf der es leider keine Cocktails gab, aber dafür Wein, Bier und Sekt umsonst, dann ne Kneipentour, dann der Business-Empfang, auch wieder mit Alkohol und Snack, und dann am Freitag abend die Abschlussparty von der Partywoche ;-) Da war sogar mal wieder schönes Wetter und wir konnten draußen auf dem Rasen sitzen und was trinken und ein DJ hat auf einer Bühne gespielt und alle sind total verrück abgegangen!
Hab da dann auch 2 Mädels kennengelernt, die auch ganz nett waren, aber halt nur 18 Jahre alt sind!!! Die fangen hier alle so jung an zu studieren und Alkohol gibts auch erst ab 18. Die kontrollieren da ganz streng. Jeder muss immer (auch in Pups) seinen Ausweis zeigen und wer keinen hat oder unter 18 ist, kommt dann gar nicht erst rein! Naja, das erklärt dann vielleicht auch, warum die dann mit 18 sich so intensiv ins Party-Leben stürzen! ;-)

Gestern war ja das Kurzfilmfestival in Australien und ich hab mich dann schon mittags mit ein paar Holländerinnen getroffen und mich mit denen ins Gras gesetzt und gepicknickt und ab 7 haben sie dann die Filme auf mehreren Leinwänden gezeigt. Es waren sooo viele Menschen da, wahnsinn!!! Und war wieder suuuper Wetter, hab mich auch brav eingecremt, aber heute spür ich, wo ich´s vergessen hab. Hatte von euch schon mal jemand Sonnenbrand an den Ohren???

Hab mittlerweile auch schon was von der Stadt gesehen! Natürlich erst mal die Highlights, Operahouse, Harbourbridge, Botanischer Garten, Aquarium, das Nachtleben in KingsCross (wie die Reeperbahn in Hamburg), aber leider alles nur im Regen. Erst in den letzten Tagen war das Wetter wieder besser! Da war ich dann auch mal am Bondi- und Mainly-Beach.

Und heute bin ich endlich aus meiner Wohnung in Bondi ausgezogen. Hatte da nämlich ne kleine Mitbewohnerin, eine kleine Spinne, aber nicht gefährlich, hab mich erkundigt! Hab mich immer beim heimkommen zuerst vergewissert, ob sie noch in ihrem Eck sitzt, und dann war alles okay. Andere haben auch ungewollte Mitbewohner, aber das sind dann Kakerlaken, jetzt fragt man sich halt, was besser ist...

Auf jeden Fall bin ich jetzt 2 Tage im Hostel und zieh dann am Mittwoch in meine neue WG im Millenium Tower in China Town direkt beim Darling Harbour ein :-) Freu mich schon. Da teil ich mir ein Zimmer mit 2 Mädels und insgesamt sind wir zu 5. in der Wohnung. Konnte mir das vorher erst auch nicht vorstellen, sich ein Zimmer zu teilen, aber ich hab mich da gleich so wohl gefühlt und ich zahl halt so auch wesentlich weniger Miete, wie wenn ich ein Zimmer für mich alleine hätte und die Mädels sind voll nett und die Wohnung ist auch suuuper!

Erzähl dann mehr, wenn ich mal eingezogen bin! Also bis bald!

Dienstag, 10. Februar 2009

Ein Landei in Sydney

Endlich finde ich mal etwas Zeit in meinen Blog zu schreiben.

Ich bin ja am Donnerstag morgen hier in Sydney gelandet und hab dann erst mal in das Hostel Wake up eingecheckt und bin dann gleich auf Wohnungssuche gegangen.
Der erste Eindruck von Sydney war: sehr heiß, riesige Straßen, laut, viele Autos, teure Zimmer, viele Asiaten, keine Fahrradfahrer,...
Witzig finde ich die Fußgängerampeln: Wenn sie grün werden, dann geben sie so einen Ton von sich, dass man denkt, es schießt gerade jemand mit einer Laserpistole auf einen! Da erschrickt man am Anfang erst mal, aber mittlerweile hab ich mich daran auch gewöhnt!

Wegen der Zeitverschiebung bin ich sogar zur Frühaufsteherin geworden. Bin eigentlich immer schon vor 8 wach und fit!
Ich habe auch schon ein Zimmer gefunden, in der Nähe vom Boni-Beach. Aber zur Uni brauch ich doch über ne halbe Stunde und außerdem hab ich in meinem Zimmer leider kein Internet. Deshalb werde ich da auch wieder ausziehen und bin grad wieder auf Zimmer-Suche.
Möchte eines gleich in der Nähe von der UTS, da spart man sich die Fahrtkosten, und die sind nicht wenig. Es gibt hier nämlich kein Studi- oder Semesterticket. Man zahlt alles wöchentlich, auch die Mieten!
Es ist gar nicht so einfach, hier ein tolles Zimmer zu finden, vor allem eines, in dem man dann auch alleine wohnt. Es ist total üblich, dass man sich ein Zimmer und somit auch die Miete mit einem oder mehreren teilt, da es hier extrem teuer ist. Ein Einzelzimmer ist Luxus oder extrem klein und heruntergekommen.
Das Schlimmste, was ich bis jetzt gesehen hab, war ein kleiner Balkon 1x2 Meter groß, verglast mit Jalousien davor zum Abdunkeln und damit niemand rein schauen kann. Auf dem Boden lag eine kleine Matraze und an der Wand bzw Fenster hingen so Stoffbeutel, wo man dann seine Sachen verstauen kann. Das ganze wird dann als furnished Single room vermieten für 140 AUD per week. Das sind so ca 300 EUR im Monat!
Es ist auch total üblich, einen Teil vom Wohnzimmer mit einer Trennwand abzutrennen und das dann zu vermieten!

Die Uni ist direkt in der Stadtmitte und die Gebäude sind zwar von außen recht hässlich, dennoch ist sie von innen ganz ok, schön groß und neumodisch. Man hat viel Platz und es gibt hier viele Sitzgelegenheiten oder Tische zum Lernen, Computer (leider sind Skype und andere Chat-programme gesperrt, auch mit meinem PC), kleine Cafés, etc. Also nicht wie an der Uni KN, wo man wie die Hühner auf der Stange am Unistrich sitzt oder in der Bib ewig nach einem Platz zum lernen suchen muss.
Nächste Woche ist Orientationweek und erst am 23. fangen dann die Kurse an.

Leider hab ich bis jetzt nur Deutsche kennengelernt. Es gibt so viele hier! Also hab ich noch nicht viel Englisch reden müssen. Oli und Niko sind mit mir von der Uni KN als Exchange-students hier und wir tauschen uns immer aus und geben uns Tipps.

Seit 3 Tagen regnet es jetzt in Sydney. Das hält die Australier aber nicht davon ab, trotzdem in FlipFlops herum zu laufen. Die Aussis sehen eh fast alle so aus, als ob sie gerade zum Strand gehen. Und es gibt ganz schön viele süße Beachboys hier! Also Mädels, das ist eure Chance! Kommt mich besuchen ;-)
Davor war es richtig heiß (30°) aber so windig, dass man die Hitze gar nicht so gespürt hat.
Ich bin aber trotzdem weit weg von den Busch-Bränden. Und ich fühl mich sehr wohl hier, auch wenn ich bis jetzt noch nicht das passende Zimmer für mich gefunden habe.

Leider habe ich bis jetzt - außer den Bondi-Beach - noch nicht viel gesehen. Ich kann erst so richtig entspannen, wenn ich dann mal eine richtige Bleibe gefunden hab. Aber ich hab ja fast ein ganzes Jahr Zeit. Außerdem muss ich mir noch nen Foto kaufen, damit ich schöne Bilder machen kann!

Wow, jetzt hab ich doch ganz schön viel geschrieben. Keine Angst, hab nicht immer vor, soviel zu schreiben. Hab mir gedacht: lieber öfters, dafür weniger. Aber jetzt wisst ihr ja, wie's mir so geht und ich würde mich sehr freuen, auch mal was von euch zu hören, wie's euch so geht und was ihr so macht. Also haltet mich auf dem Laufenden, was so in Deutschland passiert!